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Spendenprojekt: Regenwasser ernten
Ein konkretes Projekt, mit dem WELTWEITMACHEN Diakonie vor Ort erlebbar macht, ist unser Regenwasser-Ernte-Projekt im Norden Ghanas.
Im Norden Ghanas ist die Wasserversorgung kritisch. In der Regenzeit gibt es zwar ausreichend Niederschläge. Die lange Trockenzeit hingegen verschärft den Mangel an Trinkwasser jedes Jahr dramatisch. Über lange Zeit blieb den Menschen gerade in den ländlichen Gebieten nichts anderes übrig, als das Wasser aus den Tümpeln holen, die während der Trockenzeit zunehmend verschlammen.
Das bedeutet auf der einen Seite, dass Frauen und Kinder täglich das Wasser in Kanistern viele Stunden lang auf dem Kopf zu ihren Hütten tragen müssen. Damit vergeuden sie wichtige Zeit, die für die Schulbildung und die Arbeit auf den Feldern genutzt werden könnte. Dazu kommt aber auch die katastrophale Qualität des Tümpelwassers: Es ist durch Krankheitskeime verseucht, beispielsweise dem Guinea-Wurm, der vor allem bei Kindern sehr schmerzhafte Infektionen verursacht . Der praktische Nutzen der Wassertanks für die Bevölkerung wurde uns bei unsere letzten Reise nach Ghana konkret vor Augen geführt: Die Ältesten des Dorfes Sakpaluah berichteten uns, dass die Gesundheitsstation für die Patienten, die vom Guinea-Wurm befallen waren, geschlossen werden musste!
Eine Katastrophe!? Nein, im Gegenteil! Durch die Versorgung mit gutem Trinkwasser gibt es in Sakpaluah seit 3 Jahren keine neuen Infektionen mit dem Guineawurm mehr. Die frühere Krankenstation ist jetzt eine Schulbibliothek. Wasser und Bildung gehören zusammen. Auch hier.
Über den aktuellen Stand des Projekts informieren wir Sie hier.
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